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Ernst & Young Studie: Der wirtschaftliche Einfluss der Expo 2020 in Dubai

Ernst & Young Studie: Der wirtschaftliche Einfluss der Expo 2020 auf Dubai

Unternehmensberater Ernst & Young hat eine Studie zum Einfluss der Weltausstellung „Expo 2020“ angefertigt, die von Oktober 2020 bis April in Dubai stattfinden wird.

Gemäß der veröffentlichten Zusammenfassung kommen die Autoren zu dem Schluss, dass ein bedeutender Teil der Impulse auf die Wirtschaft Dubais bzw. der VAE im Zeitraum nach der Weltausstellung zum Tragen kommen.

Offensichtlich ist weiterhin, dass die durch die Weltausstellung induzierte Schaffung von Arbeitsplätzen direkte Auswirkungen auf die Nachfrage nach Immobilien in Dubai hat.

Expo 2020: 25 Millionen Besucher, 192 Aussteller

Insgesamt werden 25 Millionen Besucher auf der Expo 2020 in Dubai erwartet. Dabei besagen die Prognosen weiterhin, dass ein überaus hoher Anteil von 70% der Besucher aus dem Ausland anreisen werden. Infolgedessen wird erwartet, dass die Expo-bezogenen Aktivitäten während der Weltausstellung ca. 1,5% zum jährlichen Bruttoinlandsprodukt der VAE beitragen werden. Bezogen auf das Emirat Dubai muss dieser Wert dementsprechend noch deutlich höher ausfallen.

Die Studienautoren betrachten dabei die Zeiträume vor, während und nach der Weltausstellung gesondert. Dabei zeigen sie zeitlich getrennt die wahrscheinlichen Auswirkungen auf Beschäftigung, Wertschöpfung sowie Investitionen auf.

Auswirkungen der Expo 2020 nach Phasen

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Transformation fördert Langfristeffekte

Dabei kommt EY zu dem Schluss, dass die positiven Effekte der Expo 2020 auf die Wirtschaft der VAE und Dubai eher langfristiger Natur sind. Denn: Über 80% der Expo-Infrastruktur wird nach dem Mega-Event weitergenutzt und in den sog. „District 2020“ überführt werden.

Dieser wird nach der Expo als Wachstumstreiber für Schlüsselindustrien wie Logistik und Transport, Tourismus, Bau, Immobilienwirtschaft sowie Bildung dienen. Hier wird auch das Dubai Exhibition Centre (DEC) ansässig sein, das Dubais Position als Top-Standort in der Großregion für Messen, Ausstellungen, Konferenzen und Veranstaltungen („MICE“) weiter ausbauen soll.

Ein wesentlicher Fokus wird in dieser Phase auf der Entwicklung von Innovation und Nachhaltigkeit liegen. Die großen Namen Siemens und Accenture haben bereits den Aufbau dezidierter Niederlassungen bestätigt, eine große Anzahl auch kleiner und mittlerer Unternehmen soll diesen folgen.

Zusammengefasst

Es mag machen Betrachter verwundern, dass ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Impulse der Expo 2020 in einem recht langen Zeitraum nach dem eigentlichen Event erwartet wird.

Dies erklärt sich u.a. aus einem überdurchschnittlich hohen Anteil ausländischer Besucher sowie – hieraus wiederum folgend – mittelfristig steigende Direktinvestitionen, verbesserte internationale Handels- und Geschäftsbeziehungen sowie ein deutlich gestärktes Profil Dubais als Business-Standort.

Die in den Folgejahren ab 2021 durch die Expo erwartete Stellenschaffung von 53.800 Arbeitsplätzen per annum ist dabei nicht nur bedeutend höher als im Zeitraum vor der Expo (37.500 p.a.). Vielmehr werden diese Stellen (aufgrund des geringeren Anteils an Bauaktivitäten) im Durchschnitt durch höher qualifizierte Arbeitnehmer besetzt werden, was sich entsprechend positiv auf die Nachfrage von Wohn- und Büroraum auswirken wird.

Die in der Studie genannten Kennzahlen beziehen sich jeweils auf die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate. Aufgrund der Tatsache, dass die Weltausstellung in Dubai stattfinden wird, ist es jedoch offensichtlich, dass sich das Gros der beschriebenen wirtschaftlichen Effekte vorwiegend im Emirat Dubai zeigen wird.

 

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